
Franco D'Andrea - Meisterkurs Ensemble zum Thema
News, Veranstaltungen, Lehrer*inDer Meisterkurs mit unserem künstlerischen Leiter Franco D'Andrea beschäftigt sich mit "Three Bars Cylces and More".
In der diesjährigen Masterclass werden Stücke mit ungewöhnlichen formalen Strukturen erarbeitet. So basiert etwa Una beguine a Milano in seinem ersten Teil auf Fünf-Takt-Zyklen. Another Riff und Some More March verwenden Dreitakt-Zyklen. Abschließend steht Nord e Sud in einem 5/4‑Takt mit einem komplexen harmonischen Ablauf. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, Improvisationen über diese besonderen Strukturen zu erproben.
Die in den Meisterkurs eingeschriebenen Teilnehmer*innen erhalten die Noten der Stücke einige Wochen vor Kursbeginn.
Originalstücke von Franco D'Andrea für den Meisterkurs: Another Riff - Nord e Sud - Some More March - Una beguine a Milano
Zu D'Andrea:
Franco D’Andrea, 1941 in Meran geboren, fand erst mit siebzehn Jahren zum Klavier, nachdem er sich zuvor an Trompete, Sopransaxophon und Klarinette versucht hat. Sein spätes, aber entschlossenes Hinwenden zum Piano wurde rasch zur künstlerischen Bestimmung. 1963 begann seine professionelle Laufbahn beim Trompeter Nunzio Rotondo am römischen RAI, wo er sich sofort als eigenständige Stimme im italienischen Jazz profilierte. Ein Jahr später folgte die erste Aufnahme mit Gato Barbieri, mit dem ihn zwei prägende Jahre intensiver Zusammenarbeit verbanden. 1968 gründete er gemeinsam mit Franco Tonani und Bruno Tommaso das Modern Art Trio, das zu einem Markstein des italienischen Modern Jazz wurde. Zwischen 1972 und 1977 prägte er als Mitglied der Gruppe Perigeo die progressive Jazz‑Rock‑Szene des Landes und war weltweit auf Tournee. Ab Ende der 1970er Jahre widmete er sich verstärkt eigenen Projekten, Solo‑Konzerten und einer Lehrtätigkeit, die Generationen junger Musiker beeinflusste. Seine künstlerische Neugier führte ihn zu Begegnungen mit internationalen Größen wie Lee Konitz, Dave Liebman, Dexter Gordon und Max Roach. Mit über zweihundert Veröffentlichungen entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, der Jazztradition, europäische Klangvorstellungen und komplexe rhythmische Konzepte miteinander verschränkt. Für dieses außergewöhnliche Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2010 mit dem „Prix du Musicien Européen“ der Académie du Jazz.
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