Konzerte des Festivals 13.-15. Juli 2021

Konzerte der Jazzakademie 16.-18. Juli (Anmeldung Kursbüro ab 13.07. 389 00 15 983)

Freier Eintritt mit Vormerkung nur über
App Teatro Stabile von Bozen (iOS u. Android) + Stadttheater-Portal  + Kasse Stadttheater Bozen
(Verdi-Platz 40; DI-FR 11-14 u. 17-19, SA 11-14). Auch am Veranstaltungsort eine Stunde vor dem Konzertbeginn.

Maria Pia De Vito Dreamers - 13/07, 21:00 Kimm/Untermais 

In ihrem facettenreichen, kaleidoskopischen Leben als Musikerin segelte Maria Pia De Vito ohne Scheu vor Grenzen durch die musikalische Welt, stellte sich dem neapolitanischen Lied genauso wie dem brasilianischen Klangkosmos von Guinga, Chico Buarque und Ivan Lins. Sie setzte sich außerdem mit Alte-Musik- und Barock-Meister wie Pergolesi und Orlando di Lasso mit großer poetischer Kraft auseinander. In vielfältiger Weise mischte und verband sie im Laufe ihrer Karriere große Liedformen mit der Improvisation. Besonders intensiv verbunden ist ihre Gesangskunst mit dem US-amerikanischen Song. So interpretiert sie mit emotionaler Tiefe die überaus geschätzte Joni Mitchell, aber ebenso Bob Dylan, Paul Simon, David Crosby oder Tom Waits.
 

Kenny Barron All-Star Quartet - 14/07, 21:00 Kimm/Untermais 

Barron ist 1943 mitten in die Bebop-Revolution hineingeboren; so ist es nicht ganz verwunderlich, dass der Pianist aus Philadelphia die Essenz dieser Musik in seinem eigenen Stil aufgenommen hat. Dabei hat er sich nicht nur die älteren Kollegen Hank Jones und Tommy Flanagan zum Vorbild genommen, sondern ebenso auf die Wurzeln eines großen Virtuosen wie Art Tatum zurückgegriffen und gleichzeitig Impulse von Thelonious Monk aufgegriffen, die in die Zukunft weisen. Heute ist Barron selbst ein stilistischer und historischer Bezugspunkt des Modern Jazz geworden, der eine Vielzahl von bedeutenden Zusammenarbeiten vorzuweisen hat.
Das Quartett, das in Meran zu hören ist, kombiniert in reizvoller Weise das Klavier mit dem Vibraphon des meisterlichen Steve Nelson. Ein Ensemble, das dem berühmten Modern Jazz Quartet folgt, aber in seiner dichten rhythmisch-klanglichen Verflechtung zweifellos ganz eigene Konturen schafft, einen unverfälschtesten Mainstream bietet.

Quartet D’Andrea, Douglas, Michisanti, Weiss - 15/07, 21:00 Thermeplatz/Meran 

Manche Begegnungen in der Welt der Musik gründen auf tiefer gegenseitiger Wertschätzung, auf menschlicher und poetischer Harmonie. Sie sind es, die generationenübergreifende Erfahrungen erlauben und originelle, vielfältige Musik hervorbringen. Die erste Begegnung zwischen Franco D'Andrea und Dave Douglas, zwei Säulen des zeitgenössischen Jazz, geht auf das Meran-Jazz-Festival 2009 zurück. Es war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die sich sowohl in einem Trio zeigte (Han Bennink, Schlagzeug) als auch im Quartett des Pianisten.

Jetzt, anlässlich des 80. Geburtstages von D'Andrea, wird die Zusammenarbeit durch ein neues Quartett bereichert, das zur Hälfte aus Italienern und US-Amerikanern besteht. Mit ihm Ensemble sind mit der Kontrabassistin Federica Michisanti und dem Schlagzeuger Dan Weiss zwei beeindruckende und vielversprechende Musiker des zeitgenössischen Jazz.

(Texte Giuseppe Segala)


Für die Broschüre auf das Plakat klicken oder hier.
 

Konzerte & frei zugängliche Seminare der Jazzakademie 16.-18. Juli
- Konzerte der Akademie-Ensemble + Jam Session -  FR 16/07 20:30 Hotel Aurora
- Lehrerkonzert + Konzerte der Akademie-Ensemble - SA 17/07 19:00 Musikschule, 30. Aprilstr. 19
- Arrangement-Seminar mit Christian Elsässer - SO 18/07 Musikschule, 30. Aprilstr. 19 (vormittags, genaue Zeit wird noch bekanntgegeben)
- Konzerte der Jugendcombos - SO 18/07 11:00 Musikschule, 23. Aprilstr. 19

Profil

MeranJazz hatte von Beginn an den Auftrag, exemplarische Aufführungen aus dem Bereich Jazz und der afroamerikanischen, improvisierten Musik nach Meran zu bringen. Ziel war und ist es, die wichtigsten stilistischen Vertreter*innen aus diesen Genres in einem kleinen feinen Musikereignis in Meran zu versammeln. Es fand in den vergangenen Jahren als sommerliche Freilichtveranstaltung im Park von Schloss Kallmünz statt, vorher im Kursaal und Stadttheater. In der Kombination mit der Meraner Jazzakademie ist es seit 2002 ein einzigartiger regionaler Kristallisationspunkt der Jazzkultur auf hohem Niveau.

GESCHICHTE

Das Festival Meran Jazz wurde 1996 gegründet und ist als Initiative vom Kulturamt der Gemeinde Meran ausgegangen. Vorgänger war einige Jahre lang die Initiative „Jazz’n“ des Theaters in der Altstadt. Meran Jazz bereichert die Palette der Meraner und Südtiroler Musikereignisse mit Musikern und Musikgruppen von Weltformat aus dem Bereich der afroamerikanischen, improvisierten Musik. Seit den Anfängen bot es über 50 Konzerte auf einem konstant hohen künstlerischen Niveau. Das zeichnet das Festival auch vor anderen aus. Als Rahmenprogramm des Festivals finden ebenso die Abschlusskonzerte der mitteleuropäischen Jazzakademie statt, bei der häufig neben den jungen Jazztalenten die Lehrer in Jam Sessions zu hören sind.

Das Who is Who der Jazzszene

Die Musiker und Gruppen, die seit der Jahrhundertwende beim Meraner Jazzfestival zu hören waren, gehören zu den berühmtesten weltweit und lassen sich in jeder einschlägigen Enzyklopädie an prominenter Stelle nachschlagen. Sie lesen sich wie das Who is Who der Szene.
Eine unvollständige Auswahl:
Billy Cobham, Oregon, Jan Garbarek Group, Al Di Meola, Miroslav Vitous, Mulgrew Miller, Richard Galliano, Don Byron, Marc Ribot, Dee Dee Bridgewater, Wolfgang Muthspiel, Ron Carter, Jack DeJohnette, John Scofield, Larry Goldings, Mike Mainieri & Steps Ahead, Geri Allen, Franco D'Andrea, Enrico Rava, Randy Weston, Roy Hargrove, Lydian Sound Orchestra, Roswell Rudd, Joe Lovano, Dave Liebman, Steve Swallow, Adam Nussbaum, Larry Coryell, Eddie Palmieri, The New York Voices, Dave Douglas, Uri Caine, Ray Anderson, Dave Holland, Carla Bley, Victor Wooten, Mike Stern, Bob Franceschini, Peter Erskine, David Krakauer, Fabrizio Bosso, Norma Winstone, Matthias Schriefl, Tom Harrell, Scott Colley, Ravi Coltrane, Javier Girotto & Aires Tango, Denis Chambers, Dean Brown, Daryl Jones, Dado Moroni, Eddie Gomez, Joe La Barbera, Christian McBride, Omer Avital,  Bobby Previte’s Classic Bump Band, Ivan Lins & Friends, Linda Oh Quartet, Gianluca Petrella Comsmic Band, Stefano Colpi ATrio u.a.